Geld verdienen mit eigenen Fotos – darauf kommt es an

So mancher Hobbyfotograf träumt davon, mit selbst geschossenen Fotos Geld zu verdienen. Die gute Nachricht ist, dass die Hürden dafür gar nicht so hoch sind. Das Internet macht‘s möglich, und zwar ohne größeren Aufwand. Benötigt werden lediglich ein PC mit Internetanschluss sowie eine Kamera mit Übertragungskabel. Bevor Sie jedoch loslegen, sollten einige Dinge beachtet werden und auch mit den Grundlagen der Bildrechte sollten Sie vertraut sein. Im Folgenden erhalten Sie einige Tipps, wie Sie Ihren Traum verwirklichen können.

Um Fotos verkaufen zu können, ist keine professionelle Ausstattung nötig

Mit den eigenen Bildern Geld verdienen ist der Traum so mancher Amateur-Fotografen
Foto: PublicDomainPictures / pixabay

Geld verdienen mit den eigenen Bildern – ein paar Basisinfos

Viele Amateur-Fotografen hegen den Wunsch, mit ihren eigenen Bildern Geld zu verdienen. Zunächst einmal vorneweg: Reich werden die meisten mit dieser Tätigkeit nicht. Aber mit etwas Geschick lässt sich durchaus ein attraktives Nebeneinkommen erzielen. Bereits Aufnahmen von Smartphones können ausreichen. Entscheidend sind die Kreativität des knipsenden Fotografen und ein interessantes, witziges, nachdenkliches oder verträumtes Motiv. Zum einen besteht die Möglichkeit, sich also sogenannter App-Jobber zu betätigen. Dafür müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein. Als Android- oder iOS-User nehmen Sie die Aufträge (z.B. Bilder von Sehenswürdigkeiten, Landschaften, Tieren usw.) anderer Nutzer an, die ein bestimmtes Honorar bezahlen. Ist die passende Android- oder iOS-App geladen, kann der Nebenjob beginnen. Der durchschnittliche Verdienst pro Foto liegt bei etwa einem bis fünf Euro – auf die Menge kommt es also an.

Stockfotografie

Hinter der Stockfotografie steckt die Idee, einen Teil der riesigen Bildermenge, die auf so mancher Festplatte schlummert, der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen und damit Geld zu verdienen. Spezielle Agenturen bieten hierfür Plattformen an, wo die Fotos hochgeladen werden. Über die Eingabe bestimmter Stichwörter suchen potentielle Kunden dann nach Motiven und bekommen eine gezielte Auswahl bereitgestellt. Trifft ein Foto den Geschmack des Käufers, wählt er dieses aus. Der Fotograf erhält dafür ein Honorar in einer bestimmten Höhe. Natürlich ist die Konkurrenz an angebotenen Bildern hoch, deshalb gilt es, kreative und zielsichere Fotos zu schießen, die ein Thema oder einen Aspekt besonders deutlich darstellen, ohne sich mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten. Beispiel: Geht es um das Thema Geld, können Sie eine geöffnete Geldbörse darstellen, oder etwas abstrakter: ein Geldinstitut. Wichtig ist auch das Arrangement des Motivs. Der Blick des Betrachters soll klar auf das zentrale Thema gelenkt sein und nicht von anderen Dingen abgelenkt sein. Machen Sie sich also im Vorfeld Gedanken, was Sie wie in den Mittelpunkt rücken wollen.

Je nach Motiv ist der Markenrechtschutz zu berücksichtigen

Achten Sie darauf, dass Sie über die Bildrechte verfügen
Foto: jarmoluk / pixabay

Große Stock-Agenturen

Agenturen, die sich mit Stockfotografie beschäftigen, schießen momentan nur so aus dem Boden. Nachfolgend werden drei große Plattformen vorgestellt, wo Sie Ihre Bilder ohne weiteres hochladen können.

    iStock  Dahinter verbirgt sich eine der global größten Bildagenturen, Getty Images. Millionen von Fotos sind verfügbar, entsprechend ist auch die Nachfrage der Kunden bzw. Käufer. Jedoch ist die Konkurrenz groß und es braucht eine Portion Glück, dass die eigenen Bilder heruntergeladen werden.

Fotolia  Auch Fotolia ist mit etwa 30 Millionen Bildern eine riesige Stock-Agentur. Die Vergütung erfolgt über Credits, wobei ein Credit einem Euro entspricht.

500px Prime  Eine Plattform für anspruchsvolle Fotografie mit künstlerisch hochwertigen Bildern. Die Bezahlung ist gut, jedoch werden praktisch alle Lizenzen dem Käufer übertragen.

Vermarktung und Bildrechte

Achten Sie bei der Vermarktung Ihrer Bilder unbedingt darauf, dass Sie über die Bildrechte verfügen. Dazu gehört u.a. der Markenrechtschutz: Sind auf den Fotos Firmenlogos zu erkennen, etwa von Apple, Nestlè oder Nike, kann es schnell zu Schadensersatzforderungen kommen, wenn keine Einwilligung seitens des Unternehmens in eine Veröffentlichung besteht. Ähnlich verhält es sich, wenn Menschen deutlich auf den Bildern zu erkennen sind, sprich, zu identifizieren sind. Ohne das Einverständnis dieser Personen ist eine kommerzielle Vermarktung nicht möglich. Haben die dargestellten Personen ein sogenanntes Model-Release unterzeichnet, können Sie die Fotos getrost hochladen und verkaufen. Eine vergleichbare Regelung gibt es übrigens auch häufig bei der Abbildung von Gebäuden, hier ist teilweise eine Nutzungserlaubnis (Property Release) nötig.

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