Denkmäler sind beliebte Motive für Architekturfotos

Professionelle Architekturfotos

Architekturfotografie muss weder kompliziert noch teuer sein. Nachfolgende Tipps und Anregungen für hilfreiches Zubehör ermöglichen Ihnen die Erstellung von professionell aussehenden Fotos, ganz ohne Spezialausrüstung.

Architekturfotos wie vom Profi

Städte und alte Industrieanlagen eröffnen Fotografen ein riesiges Potenzial an Motiven, bei denen Architektur-Aufnahmen eine gelungene Erweiterung der Möglichkeiten darstellen. Spezielle und teure Zusatzausrüstung ist hierfür nicht zwingend erforderlich, sondern Sie können direkt mit einfachen Objekten loslegen.

Während bei Landschaftsaufnahmen das Wetter eine gewichtige Rolle spielt, gilt das beim Fotografieren in der Stadt nicht zwangsläufig. Viele Stadtgebiete erscheinen bei Tag als eine wenig attraktive Kollektion von Grautönen. In den Abendstunden oder nachts gestaltet sich dies bisweilen komplett differenziert – selbst bei grauem Himmel.

Tipp: Fotografieren Sie am besten in der Abenddämmerung, wenn Umgebungs- und Kunstlicht ausgewogen sind. Legt man zu früh los, wirken Bauwerke eventuell zu hell beleuchtet und wartet man zu lange, können wichtige Details verloren gehen. Die mancherorts zur Beleuchtung eingesetzten Natriumdampflampen lassen Motiv und Himmel orange aussehen. Hingegen herrscht in anderen Städten nach Sonnenuntergang oft eher ein Magenta-Ton vor.

Denkmäler sind beliebte Motive für Architekturfotos

Beleuchtung und Tageszeit sind entscheidend für gelungene Architekturfotografie
Foto: AlexVan / pixabay

Worauf es bei der Architekturfotografie ankommt?

Gute Architekturfotografie hängt insbesondere von der Kameraposition ab. Genau wie bei ausdrucksstarken Landschaften kann ein überwältigendes Bild das gesamte Objekt oder nur einen Teil davon zeigen. Das eingesetzte Objektiv und die gewählte Perspektive sind entscheidend …

Machen Sie sich die Mühe um das Objekt herumzugehen und mögliche Aufnahmewinkel zu identifizieren. Schauen Sie sich dazu das Gebäude sowohl aus einiger Ferne, wie auch der Nähe an – den Blick nach oben nicht vergessen! Neben der Außenansicht sollte man die Innenräume nicht unbeachtet lassen, denn nicht nur Kirchen oder alte Fabrikgebäude bieten im Inneren aufregende Motive, auch moderne Bauten haben einiges zu bieten. Informieren Sie sich jedoch vorab, ob Sie eine Genehmigung fürs Fotografieren benötigen!

Tipp: Auf Symmetrie, Mittellinien und ausdrucksstarke Gerade achten! Dabei vor allem den Lichteinfall berücksichtigen, der wie bei Landschaften eine wichtige Rolle spielt.

Welche Ausrüstung wird benötigt?

Wenn denn Architektur wirklich Ihr Lieblings-Genre ist, sollte daher ein Tilt-Shift-Objektiv essenzieller Teil Ihrer Ausrüstung sein. Solche Spezial-Optiken zeichnen sich durch eine präzise Mechanik zum Verschieben der Schärfeebene aus, was sie mit Preisen über 1.000 Euro sehr teuer macht. Das Potenzial dieser Weitwinkel-Objektive, einstürzende Vertikale zu verhindern, ist auf jeden Fall faszinierend. Bis zu einem gewissen Grad lassen sich entsprechende Korrekturen auch in Photoshop vornehmen. Aber auch ein Fisheye-Objektiv kann eine Alternative sein. Diese sind preisgünstiger (ab ca. 300 Euro) und das Fotografieren damit macht großen Spaß.

Verwacklungsfreie Bilder werden dann wahrscheinlicher, wenn Sie die Kamera beim Auslösen nicht berühren müssen. Ein Kabelauslöser ist ideal für exakt getimte Aufnahmen, in Kombination mit einem Stativ eignet sich aber auch die Selbstauslöser-Funktion Ihrer Kamera. Hinweis: Je länger die Brennweite Ihrer Linse, desto größer die Gefahr des Verwackelns.

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Fehlt der DSLR eine Funktion zum Ausrichten, sollten Sie – sofern mit einem Stativ gearbeitet wird – eine Aufsteck-Wasserwaage in Betracht ziehen (möglichst mit Doppellibelle für Quer- und Hochformataufnahmen). Das Ausrichten macht sich beim Beheben perspektivischer Verzerrungen in Photoshop bezahlt.

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Ministativ für den Einsatz mit dem Selbstauslöser

Ein Stativ hilft für Bilder „ohne Wackler“
Foto: blickpixel / pixelio.de

Tolle Tipps für gelungene Architekturaufnahmen

Raumgefühl schaffen: Fotografien Sie aus unterschiedlichen Winkeln und Perspektiven. Sie sollten stets das Bauwerk unter Einbeziehung seiner direkten Umgebung aufnehmen. Wenn Sie zum Beispiel eine Brücke fotografieren, sollte auch der Fluss darunter zu sehen sein.

Nach oben schauen: Nähern Sie sich dem Motiv mit einem Weitwinkel- und Zoom-Objektiv. Nach oben zu fotografieren, lässt das Motiv nicht mächtiger erscheinen. Gehen Sie aber nicht zu nah heran – ein 45-Grad-Winkel ist perfekt. Achten Sie zudem auf symmetrische Strukturen.

Abstraktes Erkennen: Werden Sie kreativ, indem Sie durch den Einsatz einer Weitwinkel-Optik das Motiv auseinanderziehen oder strecken. Diese Technik funktioniert bei Innenaufnahmen bestens. So erhalten Säulen oder Decken mehr Dynamik, wenn Sie diese auf harmonische Weise verzerren.

Kamera drehen: Klammern Sie sich nicht ans Hoch- oder Querformat, sondern wählen Sie liebe Aufnahmewinkel, die häufig fotografierte Motive originell interpretieren. Folgen Sie also, anstatt strenge mathematisch begründete Regeln für Architekturmotive einzuhalten, einfach Ihrer Lust auf andere Blickwinkel.

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